lieben


lieben
mögen; in jemanden verliebt sein; gernhaben; vergöttern; Gefallen finden an; gefallen

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lie|ben ['li:bn̩]:
1. <tr.; hat innige Zuneigung zu jmdm., etwas empfinden:
ein Mädchen, einen Jungen, die Eltern lieben; einander, sich [gegenseitig] lieben; er liebt seine Heimat; sie lieben sich abgöttisch, leidenschaftlich, von ganzem Herzen.
Syn.: begehren (geh.), gern[e] haben, ins Herz geschlossen haben, leiden können, lieb haben, mögen, schätzen, vergöttern, zum Fressen gern[e] haben.
2. <tr.; hat mit jmdm. Geschlechtsverkehr ausüben:
wir liebten uns auf dem Teppich.
Syn.: Sex haben (ugs.).
3. <tr.; hat eine gewisse Vorliebe für etwas haben:
er liebt Wein; sie liebt Blumen und kostbaren Schmuck; <auch itr.> sie liebt es nicht, aufzufallen.
Syn.: bevorzugen, gernhaben, mögen.

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lie|ben 〈V. tr.; hat
1. jmdn. \lieben für jmdn. Liebe empfinden
2. etwas \lieben
2.1 sich um etwas sehr bemühen, es gernhaben
2.2 etwas gern tun
● ich liebe es nicht, wenn man ... es missfällt mir, wenn man ... ● den Alkohol \lieben 〈scherzh.〉 gern A. trinken; Blumen, Tiere \lieben; seine Eltern, Kinder, Geschwister, seinen Mann, seine Frau \lieben; die Gerechtigkeit, Wahrheit \lieben; die Menschen, seinen Nächsten \lieben; die Musik, Natur \lieben ● jmdn. \lieben lernen jmdn. nach u. nach zu lieben beginnenheiß, herzlich, innig, leidenschaftlich, zärtlich \lieben ● sie liebt ihn wie einen Vater ● die Liebenden das Liebespaar; Dein Dich \liebender Sohn (Briefschluss); etwas \liebend gern tun sehr gern, bes. gern [<ahd. liuben, liubon, liuben;lieb]

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lie|ben <sw. V.; hat [mhd. lieben, ahd. liuben, -ōn, -ēn = jmdm. etw. angenehm machen]:
1.
a) Liebe (1 a) für jmdn. empfinden u. zum Ausdruck bringen:
sein Kind, die Eltern, seinen Nächsten l.;
sie haben sich l. gelernt;
jmdn. von ganzem Herzen l.;
eine liebende Mutter;
mein geliebter Sohn;
b) eine besonders starke geistige, körperliche, emotionale Bindung zu einem bestimmten Menschen haben:
ich werde ihn immer l.;
jmdn. leidenschaftlich, heiß, innig, abgöttisch, zärtlich, eifersüchtig l.;
die beiden lieben sich;
eine liebende Ehefrau;
er ist unfähig zu l. (hat nicht die Fähigkeit, Liebe zu empfinden);
Spr was sich liebt, das neckt sich;
c) ein stark gefühlsbetontes, positives Verhältnis zu einer Sache, Idee o. Ä. haben:
das Vaterland, seinen Beruf l.;
er liebt nur sein Geld;
Berlin l. lernen.
2. mit jmdm. Geschlechtsverkehr haben:
sich im Auto l.;
er liebte sie mehrmals in einer Nacht;
sie liebten sich ungeschützt.
3.
a) eine besondere Vorliebe, Schwäche für etw. haben:
den Luxus, teure Kleider, gutes Essen l.;
die Pflanze liebt sandigen Boden (gedeiht darin besonders gut);
b) etw. gernhaben, mögen:
ich liebe es, Mittelpunkt zu sein;
er liebt es nicht, wenn man ihn unterbricht;
liebend gern (ugs.; sehr gern: ich hätte diese Auseinandersetzung liebend gern vermieden).

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lieben,
 
1) etwas gern haben, mögen;
 
2) ein stark gefühlsbetontes, positives Verhältnis zu einer Sache, Idee oder Ähnlichem haben;
 
3) eine besonders starke geistige, emotionale, körperliche Bindung an einen bestimmten Menschen haben;
 
4) mit jemandem Geschlechtsverkehr haben.

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lie|ben <sw. V.; hat / vgl. 1, 2Geliebte / [mhd. lieben, ahd. liuben, -ōn, -ēn = jmdm. etw. angenehm machen]: 1. a) Liebe (1 a) für jmdn. empfinden u. zum Ausdruck bringen: seine Mutter, sein Kind, die Eltern, seinen Nächsten l.; sie haben sich l. gelernt; jmdn. von ganzem Herzen l.; eine liebende Mutter; mein geliebtes Kind; b) eine besonders starke geistige, körperliche, emotionale Bindung zu einem bestimmten Menschen haben: er liebt seine Frau; ich werde ihn immer l.; Ich geniere mich zum Beispiel manchmal, meinem Freund zu sagen, dass ich ihn liebe (Amendt, Sexbuch 244); Dass es Frauen gibt, die Frauen lieben (Spiegel 46, 1988, 228); jmdn. leidenschaftlich, heiß, innig, abgöttisch, zärtlich, eifersüchtig l.; die beiden lieben sich; eine liebende Ehefrau; ein geliebter Mann; er ist unfähig zu l. (hat nicht die Fähigkeit, Liebe zu empfinden); Spr was sich liebt, das neckt sich; c) ein stark gefühlsbetontes, positives Verhältnis zu einer Sache, Idee o. Ä. haben: das Vaterland, seinen Beruf l.; er liebt nur sein Geld; einen Ort l. lernen. 2. mit jmdm. Geschlechtsverkehr haben: Rolf ist beschwipst, er will mich l. (Schwaiger, Wie kommt 83); wir ... krochen in das breite Bett und liebten uns (Simmel, Stoff 684); er liebte sie mehrmals in einer Nacht; Sie lieben sich - meist ungeschützt (MM 26. 10. 89, 33). 3. a) eine besondere Vorliebe, Schwäche für etw. haben: den Luxus, teure Kleider, gutes Essen l.; die Pflanze liebt sandigen Boden (gedeiht darin besonders gut); Das Gedächtnis des Menschen liebt Fixpunkte, feste Zahlen oder Ereignisse, die man zwangsläufig besser behält (Kicker 6, 1982, 4); b) etw. gern haben, mögen: ich liebe es, im Mittelpunkt zu stehen; er liebt es nicht, wenn man ihn unterbricht.

Universal-Lexikon. 2012.

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